Beerenfülle – und was nun?

Jetzt ist die Zeit der Fülle im Garten. Die Hauptbeerenzeit hat begonnen mit ihren Himbeeren, Stachelbeeren, Johannisbeeren und Brombeeren. Was können wir tun, damit wir dieses Fülle optimal nutzen und wie pflegen wir die Beerensträucher, damit sie uns auch weiterhin diese Fülle schenken.

Wie und wann erntet man Beeren?


Es gibt klare Unterschiede in der Art und Struktur der verschiedenen Beerenfrüchte. Während Himbeeren und Brombeeren eher weich sind, haben Johannisbeeren, Josta und Stachelbeeren eine festere Schale. Die Weichen brauchen Sonne, um ihr volles Aroma zu entwickeln, diejenigen mit Schale können auch nach einem Regenschauer geerntet werden, es wird im Geschmack kein Unterschied sein.

Himbeeren und Brombeeren, egal welcher Farbe, sind also am Besten ab 10 Uhr vormittags bis ca. 16 Uhr nachmittags an einem sonnigen Tag zu ernten. In dieser Zeit ernten wir das volle Aroma dieser tollen Früchte. Die weichen Beeren haben eine lange Erntezeit und sollten stets alle ein bis zwei Tage durchgeerntet werden. Durch die Einwanderung des Schädlings Kirschessigfliege kann das Erntegut beeinträchtig werden. Wird jedoch ständig alter Fruchtbehang entfernt, kann sich diese schlecht einnisten und der Druck bleibt niedrig.

Johannisbeeren, Josta und Stachelbeeren haben dagegen kein Zeitlimit. Hier gilt einfach die volle Reife abzuwarten, um das volle Aroma ausnutzen zu können. Hier spielen in vielen Gärten die Vögel eine große Rolle. Diese sind ganz scharf auf die reifen gut ausgefärbten Früchte. Beim Kampf um das leckere Essen werden jedoch auch meist die unreifen Früchte heruntergeschlagen. In diesem Falle hilft nur noch das Einnetzen der Sträucher, will man selbst ernten.

Beerenrezepte


Saft aus Beeren pressen


Hier gibt es viele Möglichkeiten, unterschiedliche Geräte. Ein Walzenentsafter eignet sich nicht so sehr zum Entsaften von insbesondere Johannisbeeren. Hier ist das Handgerät, die starke Else funktionaler. Ein Dampfkochentsafter ist praktisch, hier brauchen die Beeren nicht einzeln von den Trieben gerebelt zu werden. Es geht jedoch auch ohne Entsafter. Hierbei werden die Beeren ca. 10 min. mit Wasser gekocht, um dann durch ein Mulltuch geseiht zu werden. Der aufgefangene Saft sollte zur Haltbarmachung nochmals auf mind. 80 Grad Celsius erwärmt werden, sofort in Flaschen gefüllt und verschlossen.

Sirup aus Beeren Rezept


Zur Sirupherstellung wird der abgekochte und abgeseihte Saft mit Zitronensäure und Zucker vermischt, nochmals aufgekocht und in Flaschen abgefüllt, sofort verschlossen. Die Menge an Zucker richtet sich nach der Menge des Saftes. 1:1 oder 1:2 Zucker zu Saft ist je nach Geschmack möglich.

Marmelade aus Beeren Rezept


Marmelade einkochen ist sehr einfach, braucht jedoch auch Aufmerksamkeit. Einen Topf mit Wasser bodenbedeckt und die abgewogenen, sauberen Früchte hineingeben. Mit handelsüblichem Gelierzucker, nach Wahl 1:2 oder 1:3 mischen. Will man den Zucker mit Xylit oder anderen Süßungsmitteln ersetzen, kann als Gelieralternative reines Pektin oder Fruchtgel (eine Mischung aus verschiedenen Geliermitteln) zugegeben werden. Hier geht man nach Anweisung auf der Packung vor. Die aufgekochte Marmelade in saubere Gläser füllen, verschließen und auf den Kopf stellen. Nach 20 min. wieder umdrehen, erkalten lassen und beschriften.

Gelee aus Beeren Rezept


Hier wird der Saft mit Zucker (oder Zuckerersatzstoffen) und Geliermitteln versehen, aufgekocht und in saubere Gläser gefüllt, etc.

Beerenkuchen Rezept


Ohje, hier gibt es viele Variationen. Sehr einfach und lecker ist immer noch die Obstkuchenvariante. Verschiedene Beeren auf einen Bisquitboden geben, mit Tortenguß versehen und kurz vor dem Servieren einen Klecks Sahne darauf.

Diese Beeren sind aber auch in jedem Rührteigkuchen sehr lecker. Als Streuselkuchen oder mit Baiserbelag.

Chutney aus Beeren Rezept


Dies ist eine süß-saure Soße, die gerne zu Fleischgerichten, aber auch zu vegetarischen Bratlingen gegessen wird. Dazu Beeren, Apfel und/oder Kürbis in Stücken mit Essig, Chili, Senf, Salz und Zucker mit passierten Tomaten und Wasser einkochen.

Fruchtsoße aus Beeren Rezept


Dazu Beeren süß einkochen ohne Geliermittel. Kochend in Flaschen füllen. Perfekt über Eis oder Pudding.

Pflege der Beerensträucher


Bei den Himbeeren gibt es sommertragende und herbsttragende. Die Herbsttragenden können jeden Winter komplett abgeschnitten werden. Allerdings betrügt man sich dann um eine Ernte, denn schneidet man die im Herbst getragenen Ruten nur um die Hälfte zurück, dann tragen diese im Juni/Juli darauf noch einmal, bevor sie absterben. Auch die sommertragenden Ruten brauchen nur um die Hälfte geschnitten werden. Jedoch sollte man beobachten, welche der Ruten abgestorben ist und diese dann bodeneben entfernen. Himbeeren leben durch ihre Ausläufer, sie wandern also. Stören die Pflanzen dann, können sie abgestochen und an Neuem Platz gepflanzt werden. Die Beeren sind froh um eine Mulchabdeckung des Bodens, auch um eine Mistgabe im Herbst.

Rote und weiße Johannisbeeren tragen am 2 – 4jährigen Holz. Ältere, stark verzweigte Stiele können bodeneben herausgeschnitten werden. Dazu verwendet man am Besten eine große Astschere, um eine gerade Schnittstelle zurück zu lassen.

Schwarze Johannisbeeren tragen am einjährigen Holz. Somit können ältere Zweige herausgeschnitten werden. Ein starker Busch kann auf 20 Zweigaustriebe reduziert werden. Bei Josta und Stachelbeeren ist dies auch zu empfehlen. Auch dieses Beerensträucher sind froh, wenn sie gemulcht werden, um starken Graswuchs zu verhindern. Hier kann sowohl mit Grasschnitt, als auch mit Mist gemulcht werden. Eine Gabe BioElite, bevor der Mulch aufgelegt wird, stärkt die Pflanzen ungemein. Besonders bei Neuanpflanzungen ist es wichtig gleich BioElite mit ins Pflanzloche zu geben. Nicht nur wegen der Düngegabe, nein, insbesondere zur allgemeinen Bodenverbesserung und Schaffung von Versorgungsleitungen durch das entstehende Pilzmycel.

Alle Beeren sind froh um einen Sonnenplatz, sie kommen aber auch mit Halbschatten zurecht. Stehen sie in voller Sonne riskiert man in heißen Jahren schon mal einen Sonnenbrand der Früchte. Am schattenverträglichsten sind Stachelbeeren. Sie können ruhig bei Obstbäumen im Schatten stehen.

Sortenvielfalt


Alle Beeren gibt es in verschiedenen Sorten und Farbvariationen. Durch gezielte Pflanzung verschiedener Sorten kann die Erntezeit um ein wesentliches verlängert werden. Wird dann noch variiert in Sonnen – und Schattenplätze, verlängert sich die Erntezeit nochmals.

Gestaltet Euren Garten nach individuellen Vorlieben, denn bei einem richtigen Paradiesgarten schlendert man durch und ist danach satt. Satt an Körper, Geist und Seele.

Eure Hanne vom Mienbacher Waldgarten

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